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Vorlesung "Europäische Wirtschaft" im
Rahmen der vhb - Virtuelle Hochschule Bayern - an der Universität
Regensburg, Institut für Volkswirtschaftslehre einschließlich
Ökonometrie
Inhaltsverzeichnis
3 Interaktivitätsmodule der virtuellen
Lernumgebung
3.1 Videostreams und Audiostreams der Vorlesung
3.2 Online-Skript
3.3 Online-Aufgaben
3.3.1 Multiple-Choice-Aufgaben
3.3.2 Gruppenaufgaben
4 Schlussgedanke
Folien
zum Vortrag
3 Interaktivitätsmodule der
virtuellen Lernumgebung
Eine wichtige Komponente bei virtuellen Lernumgebungen stellt die
Abwechslung von Medien und Modulen dar. Durch diese Variationen
besteht die Möglichkeit, die Motivation der Lernenden positiv
zu beeinflussen. Motivierte Studierende investieren wiederum mehr
Zeit in den Lernprozess und beschäftigen sich intensiver mit
dem Lernstoff, wodurch ein größerer Lernerfolg erreicht
werden kann. Die Möglichkeit zur Auswahl zwischen verschiedenen
Interaktivitätsmodulen einer virtuellen Lernumgebung weist
zudem noch weitere Vorteile - bezüglich der verschiedenen
Lerntypen - auf. In diesem Zusammenhang ist besonders die Individualisierbarkeit
jedes einzelnen Benutzers hervorzuheben.
Um die oben vorgestellten Prinzipien in der Virtuellen Vorlesung
zur Europäischen Wirtschaft realisieren zu können, sollen
drei verschiedene Interaktivitätsmodule eingebaut werden. Hierbei
handelt es sich zum einen um Video- und Audiostreams der Vorlesung
und zum anderen um ein Online-Skript. Die Wahl zwischen beiden Modulen
soll es den verschiedenen Lerntypen ermöglichen, sich ihrer
Neigung gemäß eher dem "konservativen" Online-Skript
und/oder den "innovativen" Video- und Audiostreams zu
widmen. Zusätzlich stehen zur Lernzielkontrolle sogenannte
Online-Aufgaben zur Verfügung.
3.1 Videostreams und Audiostreams
der Vorlesung
Das kombinierte Lernen mit Text und Bild regt gemäß
der Hemisphärentheorie beide Gehirnhälften an und soll
so zu einer besseren Behaltensleistung führen. Ebenso hat es
sich als nützlich erwiesen, Texte zu illustrieren, um so das
Verständnis der Lernenden zu steigern. Diese Anreicherung von
Text in schriftlicher bzw. verbaler Form resultiert aber nicht aus
den obigen Theorien. Dreh- und Angelpunkt bei der Illustration von
Texten stellt aus wissenschaftlicher Sicht der Bezug zwischen Text
und Bild dar.
Das Konzept für die Virtuelle Vorlesung zur Europäischen
Wirtschaft bringt Video-streams, Audiostreams und Power-Point-Präsentationen
in einen Zusammenhang. Geplant ist das Einspielen von Video- und
Audiostreams der Vorlesung, verknüpft mit einer entsprechenden
Power-Point-Präsentation zum Lernstoff.
Ziel der Power-Point-Folien soll dabei eine knappe thesenartige
Ausarbeitung des theoretischen Lernstoffs sein, wohingegen die eingespielten
Videostreams die Aufgabe haben, die eher anschaulichen Seiten des
Lernstoffs aufzuarbeiten (z. B. graphische Darstellungen etc.).
Durch die parallele Darstellung des Lernstoffs auf auditive (Audiostreams)
wie auch auf visuelle (Videostreams; Power-Point-Präsentation)
Art und Weise soll die Virtuelle Vorlesung zur Europäischen
Wirtschaft dem Anspruch nach der optimalen Ausnutzung vorhandener
kognitiver Kapazitäten der Studierenden gerecht werden.
Um die Aufnahmebereitschaft nicht zu überfordern, wird eine
Aufteilung der Video- und Audiostreams vorgenommen. Die Veranstaltung
wird in mehrere Module eingeteilt, die wiederum in sinnvolle Lektionen
von ca. 15 - 30 Minuten aufgespalten werden. Der Lernende wird sich
innerhalb der sequentiell freigegebenen Module und ihren Lektionen
frei bewegen können. Er kann zwischen den Aufgaben, Videovorlesungen
und dem Skript frei wählen und sich die Umgebung an seine Vorstellungen
anpassen.
3.2 Online-Skript
Die Virtuelle Vorlesung zur Europäischen Wirtschaft wird als
weitere Komponente ein Onlineskript bereitstellen. Die Layoutgestaltung
wird sich weitgehend an empirisch ermittelten Daten orientieren,
die der Übersichtlichkeit und der Lesefähigkeit am Bildschirm
dienen. Das Auge kann, so die ermittelten Daten, eine Spannweite
von ca. 8 cm erfassen. Auch die Schriftgröße und der
Zeilenabstand sind wichtige Größen, die zu beachten sind.
Die Schriftgröße darf nicht zu klein ausfallen (>14
pt) und der Zeilenabstand sollte mindestens 1,5 Zeilen betragen.
Dadurch fällt es dem Studierenden leichter, die Webseite zu
lesen, ohne große zusätzliche Kopf- und Augenbewegung.
3.3 Online-Aufgaben
Online-Skripte sind hilfreich, um eine Basis an theoretischem Grundwissen
zu schaffen. Jedoch neigen viele Lernende dazu, diese Seiten nur
zu überfliegen, wenn sie nicht ständiger Gegenstand der
Übungen bleiben. Aus diesem Grund besteht für die teilnehmenden
Studenten an der Virtuellen Vorlesung zur Europäischen Wirtschaft
die Möglichkeit, sogenannte Online-Aufgaben zu bearbeiten.
Ein wesentlicher Vorteil der Online-Aufgaben resultiert aus der
Einbeziehung mehrerer Kontexte in virtuellen Lernumgebungen. Durch
Verwendung von auf die Inhalte der Vorlesung bezogene Zeitungsausschnitte
kann an aktuelle Ereignisse angeknüpft und darauf aufbauend
eine theoretische Problemanalyse entwickelt werden.
Die in der Virtuellen Vorlesung zur Verfügung stehenden Online-Aufgaben
sollen in erster Linie Beispiele zu wirtschaftspolitischen Problemen
enthalten. Durch die Problemsituationen soll den Studierenden die
Möglichkeit geboten werden, ihr erworbenes Wissen auszuprobieren
und anhand der Aufgaben ihren Lernerfolg zu testen.
3.3.1 Multiple-Choice-Aufgaben
In der Virtuellen Vorlesung zur Europäischen Wirtschaft soll
ein Teil der Online-Aufgaben mit einem Multiple-Choice-System (Clear
Objects) umgesetzt werden. Da kurze Antwortzeiten gewährleistet
werden sollen, soll das Feedback-System so weit wie möglich
automatisiert werden, das heißt auf gegebene Aufgabenlösungen
der Lernenden erfolgt eine sofortige Rückmeldung. Automatisierte
Feedback-Systeme setzen jedoch teilweise vorstrukturierte Auswahlmodi
voraus. Aus diesem Grund werden Multiple-Choice-Systeme bei der
Umsetzung als vorteilhaft angesehen, da der Studierende so schrittweise
Teilaufgaben bearbeiten kann.
3.3.2 Gruppenaufgaben
Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Online-Aufgaben sollen
pro Semester mehrere Gruppenaufgaben integriert werden. Diese Aufgaben
umfassen im Gegensatz zu den Multiple-Choice-Systemen mehrere Themenblöcke
und stellen somit eine zusammenfassende Bearbeitung der bereits
behandelten Theorie dar.
Die Kooperation ist auf der Ebene der Kleingruppe angesiedelt.
Diese Kleingruppen bestehen aus ca. sieben Personen, die in kontinuierlichen
Arbeits- bzw. Übungsgruppen ihre Ergebnisse mit den Assistenten
diskutieren. Lösungen für Gruppenarbeiten müssen
weiterhin konventionell schriftlich eingereicht werden, um die Studierenden
auf die Präsenzprüfung vorzubereiten und den Ablauf einzuüben.
Für komplett virtuelle Gruppen besteht die Möglichkeit,
die Lösungen elektronisch zu übermitteln und mittels einem
Gruppenarbeits-Chat die gelösten Aufgaben mit dem Assistenten
zu diskutieren.
Dem Assistenten ist es weiterhin möglich, den Fortschritt
der einzelnen Gruppenmitglieder anhand statistischer Auswertungen
aufzurufen und die Gesamtnutzung des Angebots zu überprüfen.
4 Schlussgedanke
Das Projekt ist darauf bedacht, dem Studenten viel Freiraum und
eine möglichst große Vielfalt an Möglichkeiten zu
bieten. Der Student kann neben dem klassischen pdf-Skript auch auf
ein Online-Skript zurückgreifen. Er kann die in kleine Lektionen
aufgeteilte Vorlesung mit eingebundenen Powerpointfolien neu erarbeiten
bzw. nacharbeiten. Dies gilt für Gaststudenten ebenso wie für
Regensburger Studenten, die nicht präsent waren oder bei denen
es zu Verständnisschwierigkeiten kam. Dabei können die
Studierenden im Video- bzw. Audiostream hin und her springen, bis
sie die relevante Stelle verstanden haben. Ebenso wird es möglich,
auch nur den Audiostream und die Powerpointfolien herunterzuladen,
falls die Bandbreite des Internetanschlusses für bewegte Bilder
nicht ausreicht.
Das erlangte Verständnis kann er mittels der oben beschriebenen
Aufgabentypen überprüfen. Hierbei werden verschiedene
Aufgabentypen eingesetzt, die Feedback geben können und ein
hohes Maß an Interaktivität gewährleisten.
Durch die Realisierung dieses Konzepts soll es nun gelingen, die
oben beschriebene Optimierung der Lernprozesse, des Lerntransfers
und des Lernerfolges der Studierenden zu gewährleisten. Die
Überprüfung, inwieweit diese Optimierung gelingen kann,
muss sich durch die Umsetzung erweisen. |